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Veranstaltungen im Februar bis Mai 2016

Nachrichten - Sterntagebuch 27 / Frühjahr 2016

19.02. - 26.02. - 04.03. - 11.03. - 18.03. - 25.03. - 01.04. - 08.04. - 15.04. - 22.04. - 29.04. - 06.05. - 13.05. - 20.05. - 27.05.

Gebäude des Vereins

Freitag, 19. Februar 2016, 19.00 Uhr:

Aktuelles zum Klimawandel -was bedeutet das 2 Grad -Ziel und können wir es einhalten

-Vortrag von Dipl. Phys. Carsten Walther, Potsdam- Institut für Klimafolgenforschung-

Das Jahr 2015 wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Dabei wird erstmals die Marke von
1°C über dem Temperaturmittel von 1850-1900 überschritten. Ist das viel diskutierte Ziel der Begrenzung des Klimawandels auf 2°C noch zu
halten? Was genau bedeutet Klimawandel, welche Ursachen hat er und welche möglichen Lösungen gibt es?


Freitag, 26. Februar 2016, 19.00 Uhr:

Eine kosmische Kollision

Vortrag von Dr. Peter Weilbacher, Leibnitz- Institut für Astrophysik Potsdam (AIP)

Auf neuen Aufnahmen des Very Large Telescopes der ESO am Paranal-Observatorium sind die spektakulären Auswirkungen eines 360 Millionen
Jahre alten kosmischen Zusammenstoßes deutlich zu erkennen. Unter den Überbleibseln findet sich auch eine seltene und rätselhafte junge
Zwerggalaxie, die jetzt erstmals mithilfe des MUSE Spektrographen beobachtet wurde. Die Zwerggalaxie NGC 5291N bietet Astronomen eine
ausgezeichnete Gelegenheit, um mehr über ähnliche Galaxien zu erfahren. Normalerweise sind sie jedoch zu lichtschwach und zu weit entfernt,
um sie mit heutigen Teleskopen beobachten zu können. Detaillierte Beobachtungen mit dem MUSE-Spektrograf ergaben, dass die äußeren
Bereiche der Zwerggalaxie Eigenschaften aufweisen, die üblicherweise mit der Entstehung neuer Sterne in Verbindung gebracht werden.


Freitag, 04. März, 2016, 19.00 Uhr:

Beobachtungsabend in der Sternwarte auf dem Hahneberg

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der Abend- und Nachthimmel zeigt jetzt die schönen Sternbilder Orion, Zwillinge und Löwen mit Jupiter. Am Abendhimmel finden sich zahllose
Beobachtungsobjekte, die zu einem "Spazierensehen" einladen. Mit der automatischen Steuerung des 610 mm Cassegrain- Teleskops der
Sternwarte können wir schnell von Objekt zu Objekt springen und eine Tour durch die Nebel und Sternhaufen unternehmen. Viel Spaß beim
gucken!


Freitag, 11. März 2016, 19.00 Uhr:

Jupiter in Opposition- Beobachtung in der Sternwarte auf dem Hahneberg

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der Riesenplanet Jupiter kam am 8. März in seine Opposotionsstellung. Seine Helligkeit mit -2,5 mag macht ihn zum dominierenden Gestirn am
Abendhimmel. Jetzt ist der Abstand zur Erde am geringsten, so dass Jupiter im Teleskop unter dem Winkel von 44,5 Bogenskunden erscheint.
Im großen Fernrohr ist er ein imposanter Anblick mit seinen hellen und dunklen Flecken in den Äquarorialbändern. Viel Spaß beim gucken!


Freitag, 18. März 2016, 19.00 Uhr:

Digitalisierung historischer Photoplatten

-Vortrag von Dr. Harry Enke, Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP)

Bamberg - Digitalisierung von Archiv-Beständen historischer astronomischer Photoplatten, um diese als Kulturgüter zu erhalten. Die Langzeitreihen
astronomischer Beobachtungen liefern zudem wertvolle Informationen, die mithilfe moderner astronomischer Datenverarbeitungsmethoden gesichert
werden können. Das Projekt wird von der DFG unterstützt. Neben Sternen sind auf den Photoplatten auch Himmelskörper des Sonnensystems zu sehen.
In den Log-Büchern sind außerdem Messungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit erzeichnet, sodass beispielsweise Temperatur-Zeitreihen für die
jeweiligen Observatorien erstellt werden können.


Freitag, 25. März 2016, 19.00 Uhr:

Karfreitag

Gesetzlicher Feiertag, keine Veranstaltung.

Wir wünschen allen astronomiebegeisterten ein frohes Osterfest und schöne Feiertage!


Freitag, 01. April 2016, 19.00 Uhr:

Fundamentale Naturkonstanten - galten sie bereits im früühen Universum?

-von Dr. Martin Wendt, Institut für Physik und Astronomie der Universität Potsdam, Golm

Unser Modell der Welt benötigt mehrere Konstanten die sich nicht aus anderen Gesetzen ableiten lassen. Prominentes Beispiel ist die
Lichtgeschwindigkeit. Aber sind diese Naturkonstanten wirklich konstant? Und waren sie es schon immer? Diese Frage beschäftigt die
Wissenschaftler schon lange. Bereits Paul Dirac wunderte sich 1937, in welchem Zusammenhang diese fixen Werte stehen und welche
Bedeutung dahintersteckt. Mit den größten Teleskopen der Erde gelingt nun ein Blick tief ins Universum und man beobachtet Naturgesetze
und Konstanten in vielen Milliarden Lichtjahren Entfernung. Als dieses Licht seinen Weg zu uns nahm, war das Universum noch relativ jung
und man lernt viel über die Physik heute und vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie.


Freitag, 08. April 2016, 19.00 Uhr:

Beobachtungsabend in der Sternwarte auf dem Hahneberg

--Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der Abendhimmel wird jetzt vom Planeten Jupiter dominiert, der abends schon im Südosten leuchtet. Die Erde hat auf ihrem Sonnenumlauf im
Frühling eine Position erreicht, die uns den Blick -hinaus- abseits unserer eigenen Milchstraßenebene erlaubt,- in die Tiefe des Universums.
Im Sternbild Löwe und Haar der Berenike finden sich zahllose Galaxien, die sich am Stadtrand besonders schön beobachten lassen. Mit der
Steuerung des 610 mm Cassegrain- Teleskops der Sternwarte können wir schnell von Objekt zu Objekt springen und eine Tour durch die Nebel
und Sternhaufen unternehmen. Viel Spaß beim gucken!


Freitag, 15. April 2016, 19.00 Uhr:

Mondbeobachtung in der Sternwarte auf dem Hahneberg

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der Mond zeigt heute die Phase einen Tag nach dem Ersten Viertel. Die Kraterstrukturen zeigen sich an Terminator besonders kontrastreich,
dort ist gerade Sonnenaufgang. Weiteres Beobachtungsobjekt ist der Riesenplanet Jupiter mit seinen hellen und dunklen Wolkenbändern. Im
610 mm Cassegrain- Teleskop der Sternwarte ein malerischer Anblick. Viel Spaß beim gucken!


Freitag, 22. April 2016, 19.00 Uhr:

Der Sonne so nah wie nie zuvor

Vortrag von Dr. Hakan Önel, Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP)

Die Europäische Weltraumbehörde (ESA) hat beschlossen, 2017 eine Weltraummission mit dem Namen "Solar Orbiter" zur Erforschung unserer
Sonne durchzuführen. Das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) beteiligt sich mit instrumentierungsbeiträgen an der Mission.
Wissenschaftler und Ingenieure des AIP entwickeln und konstruieren für das Röntgenteleskop STIX (Spectrometer/Telescope for Imaging X-rays)
an Bord des Solar Orbiter eine 55 Zentimeter lange Teleskopröhre. Dies stellt eine große technologische Herausforderung dar. Das AIP ist das
einzige deutsche Institut, das an STIX beteiligt ist. Mit dieser Mission wird es für die Wissenschaftler erstmals möglich sein - ähnlich wie bei
geostationären Satelliten - einen bestimmten Ort auf der Sonnenoberfläche über einen längeren Zeitraum aus der Nähe und aus gleichbleibender
Perspektive zu betrachten. Solar Orbiter eröffnet somit ein neues Kapitel in der Sonnenforschung.


Freitag, 29. April 2016, 19.00 Uhr:

Beobachtungsnacht in der Sternwarte auf dem Hahneberg

--Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der mondlose Abendhimmel zeigt jetzt die schönen Frühlingssternbilder Zwillinge, Krebs und Löwe. Highlights sind neben dem Riesenplaneten
Jupiter im Löwen der offene Sternhaufen M35 und helle Galaxien. Mit der Steuerung des 610 mm Cassegrain- Teleskops der Sternwarte können
wir schnell von Objekt zu Objekt springen und eine Tour durch die Nebel und Sternhaufen unternehmen. Viel Spaß beim gucken!


Freitag, 06. Mai 2016, 19.00 Uhr:

Beobachtungsnacht in der Sternwarte auf dem Hahneberg

--Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der Abend- und Nachthimmel zeigt jetzt die schönen Winter- und Frühlingssternbilder mit dem leuchtenden Orionnebel und weitern zahllosen
Beobachtungsobjekten. Mit der neuen Steuerung des 610 mm Cassegrain- Teleskops der Sternwarte können wir schnell von Objekt zu Objekt
springen und eine Tour durch die Nebel und Sternhaufen unternehmen. Viel Spaß beim gucken!


Freitag, 13. Mai 2016, 19.00 Uhr:

Mondbeobachtung in der Sternwarte auf dem Hahneberg

--Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der Abend- und Nachthimmel zeigt jetzt die schönen Herbst - und Wintersternbilder Dort finden sich jede Menge Gasnebel und Sternhaufen.
Mit der Steuerung des 610 mm Cassegrain- Teleskops der Sternwarte können wir schnell von Objekt zu Objekt springen und eine Tour durch
die Nebel und Sternhaufen unternehmen. Viel Spaß beim gucken!


Freitag, 20. Mai 2016, 19.00 Uhr:

Mitgliederversammlung 2016

Vorgeschlagene Tagesordnung:

1) Begrüssung, Wahl eines Protokollführers
2) Vorschläge und Beschluß der Tagesordnung
3) Bericht des Vorstands und des Kassierers
4) Bericht der Revisoren über das Geschäftsjahr 2015
5) Aussprache, Anträge und Abstimmungen
6) Entlastung des Vorstands
7) Verschiedenes


Freitag, 27. Mai 2016, 19.00 Uhr:

Workshop Astronomie

-Leitung Dipl. Ing. Günter Mekas, BHB- Sternwarte Berlin-

Heute geht es um Astrofotografie, Techniken von Telekopen und deren Montierungen. Ein neues Teleskop, ein 127 mm Maksutov -Cassergain
mit einer traumhaften Abbildungsleistung wird vorgestellt. - Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € -


Nachrichten

Beobachtungen auf dem Hahneberg:

Wegbeschreibung zur Sternwarte: Von der Heerstraße/ Ecke Magistratsweg aus 10 Min. Fussweg entlang dem
Semmelländerweg, dann innerhalb der Grünfläche Hahneberg entlang der Rodelbahn zur Sternwarte hinaufgehen.
Taschenlampen helfen beim Aufstieg zum Gipfel des unbeleuchteten Hahneberges und zur Kuppel.


Erste Berliner Astrobörse

Am Samstag, 9. April 2016 Zeit: 14:00 bis 18:00 Uhr (Einlass ab 13:30 Uhr) in der Archenhold-Sternwarte.


Herzberger Teleskoptreffen (17. HTT)

29.09.2016 - 02.10.2016 ev. plus 3.10. statt. Der Veranstaltungsort bei Herzberg -ca. 80 KM südlich Berlins- ist das
Sportlerheim in Jeßnigk. Viele interessierte Sternfreunde unseres Vereins werden wieder am HTT mit Wohnwagen
oder Zelt und Teleskop teilnehmen. Mitfahrgelegenheiten zum HTT nutzen!


Merkurtransit

Der Merkurtransit findet am 9. Mai 2016 statt und ist von ganz Europa aus zu beobachten. Wer mehr darüber
lesen möchte, öffnet diesen Link zum Clear Sky - Blog
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Die Lange Nacht der Astronomie 2016

Die Lange Nacht der Astronomie 2016 findet am Samstag dem 13. August 2016, wahrscheinlich wieder auf dem Tempelhofer Feld statt.


Programm und Organisation, Nachrichten: Günter Mekas, Leiter der BHB-Sternwarte Berlin (V.I.S.d.P.)


Sterntagebuch 27 / Frühjahr 2016

Hundehütte und Bowie- Blitz

Als man den belgischen Astronomen Eugène Delporte (1882-1955) tot in seinem Büro auffand, war die Fachwelt um einen Vielarbeiter ärmer.
Nein, ein Schreibtischtäter kann er nicht gewesen sein, entdeckte er doch in den 1920er bis 40er Jahren an der Königlichen
Sternwarte Ukkel/Belgien 66 Asteroiden sowie diverse Kometen. Sein Hauptwerk allerdings sind die Sternbildgrenzen,
1928 von der IAU (Internationale Astronomische Union) zum "Gesetz" erhoben.

Das Sternbild Großer Hund

(Canis Maior) gehört zu den wenigen, für die er nur ein schlichtes Rechteck übrig hatte. ( Der -Palast- des Drachen (Draco) hat 55 Ecken.) Denkt man sich
die drei hellsten Sterne des nördlich angrenzenden Einhorns (Monoceros) als Dach zu dem Rechteck, hat man die perfekte himmlische Hundehütte.
Noch Ende März ziert das Sternbild mit dem funkelnden Sirus sowie anderen Wintersternbildern den Abendhimmel, doch dominieren bereits um
Mitternacht die Frühjahrsbilder Löwe (Leo), Bärenhüter (Bootes) und Jungfrau (Virgo) den Südhimmel. Wer allerdings den kürzlich (übrigens
auch in Belgien) vergebenen David -Bowie- Blitz (10.01.2016) nachvollziehen möchte, müsste sich schon zum Äquator begeben,
denn das inoffizielle Gebilde reicht von Spica (Alpha Vir) bis zum Stern Delta Oktants, nahe dem Himmelssüdpol.

Die Planeten

Jupiter am 08.03.2016

Die Planeten werden zunächst würdig vertreten von Jupiter. Die Planetenfreunde haben
ausgiebig Gelegenheit, das Spiel der vier hellen Monde zu verfolgen. Noch blicken wir
ziemlich genau auf deren Bahnebene. So ist kurz nach Mitternacht am Tage seiner
Opposition (Dienstag, 08.03.16) ein besonderes Schauspiel zu sehen: Die Monde Jo und
Europa erscheinen für eine Stunde vor ihren eigenen Schatten auf der Planetenoberfläche.
Bei guter Sicht sollten sie im Teleskop wie ausgestanzt erscheinen. Ähnliches wiederholt
sich am 1. April zu einer günstigeren Zeit, nämlich nach 22:30 MESZ. Dann sind die beiden
Monde und deren Schatten schon wieder deutlich zu Einzelgängern geworden.

Ende April kann man schon nach Mitternacht auch Mars und Saturn ins Visier nehmen, beide leider nur bei maximaler Höhe von etwa 15°.

Himmelsanblick West am 8.04.2016

Während die Venus erst im August wieder als Abendstern auftaucht,
bietet der Merkur den ganzen April durch gute Abendsichtbarkeit, zumal er sich
nördlich der Ekliptik aufhält. Am Abend des 8. April kann man den flinken Wanderer
rechts neben der schmalen Mondsichel bewundern


© Text/Grafik: Kalle Bohn, Berlin, unter Verwendung von Buntstiften, Internet und CYBERSKY 3.3.1


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Update = 21.05.2016
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