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Veranstaltungen von November 2018 bis Januar 2019

Nachrichten Sterntagebuch 34 / Winter 2018 / 2019

16.11. - 23.11. - 30.11. - 07.12. - 14.12. - 21.12. - 04.01. - 11.01. - 18.01. - 25.01.

Gebäude des Vereins

Freitag, 16.11.2018, 19.00 Uhr:

Mondbeobachtung in der Sternwarte auf auf dem Hahneberg

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Heute fehlen dem zunehmenden Mond nur noch 40% bis zum Vollmond. An der Schattengrenze des Mondes ist gerade
"Sonnenaufgang", die dortigen Kraterränder werfen lange Schatten. Selbst geringste Gräben, Kleinkrater, die einst Asteroiden
hinterlassen haben, zeigen sich plastisch, fast dreidimensional. Der Mars steht nur 6° westlich davon auf fast gleicher Höhe.
Bitte warme Kleidung und eine Taschenlampe nicht vergessen. Viel Spaß beim gucken!


Freitag, 23.11.2018, 19.00 Uhr:

BESSY - was, wie funktioniert und wozu ist das?

-Vortrag von Dr. Paul Goslawski, Helmholtz-Zentrum Berlin-

BESSY ist die 3. große Forschungsanlage in Berlin, mit jahrzehntelanger Tradition. Was es ist, wie es funktioniert und wozu es gebraucht
wird, soll in einem einführenden Vortrag erläutert werden.


Freitag, 30.11.2018, 19.00 Uhr:

Neptun nah wie nie: Superscharfe Bilder vom Rand unseres Sonnensystems

-Vortrag von Frau Dr. Tanja Urrutia (AIP)-

Astronominnen und Astronomen des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) erprobten im Juni 2018 als Teil eines internationalen
Teams einen neuen Beobachtungsmodus mit dem Instrument MUSE am Very Large Telescope (VLT) in Chile. Die erstmals angewandte
Technik unterdrückt die Effekte der Atmosphäre noch besser und erzeugt sehr scharfe Bilder von Planeten, Sternen und Galaxien - unter
anderem von Neptun, der einst am Vorgängerinstitut des AIP entdeckt wurde. Beobachtet man das Weltall von der Erde aus, beeinträchtigt
die Atmosphäre die astronomischen Bilder. Daher versuchen Astronominnen und Astronomen seit langem, diese Turbulenzen zu
unterdrücken. Eine Möglichkeit ist die Beobachtung von außerhalb der Erdatmosphäre: So ist beispielsweise das Hubble-Weltraumteleskop
so leistungsfähig, weil es die Bilder ohne Berücksichtigung der störenden Erdatmosphäre aufnehmen kann. Diese atmosphärischen Effekte
lassen sich bei bodenbasierten Teleskopen wie dem VLT jedoch mit Hilfe der adaptiven Optik (AO) beseitigen.


Freitag, 07.12.2018, 19.00 Uhr:

Mondbeobachtung in der Sternwarte

Vortrag, erste Ergebnisse aus dem Datarelease2 der GAIA-Mission, getauscht! Siehe 18.01.2019

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der Abend- und Nachthimmel zeigt jetzt die schönen Winter-Sternbilder Stier und den Himmelsjäger Orion. Am Abendhimmel finden sich zahllose
Gasnebel und Sternhaufen, die zu einem "Spazierensehen" einladen. Die Andromeda-Galaxie, unsere Schwestergalaxie in der Lokalen Gruppe,
steht jetzt hoch am Himmel (78°) und auch die Plejaden und Hyaden, offene Sternhaufen, sowie der Rote Riesenstern Aldebaran nahe dabei,
faszinieren. Der Komet 46P/Wirtanensteht kurz vor seiner max. Helligkeit und ist mit unseren Teleskopen gut sichtbar. Mit der automatischen
Steuerung des 610 mm Cassegrain-Teleskops der Sternwarte können wir schnell von Objekt zu Objekt springen und eine Tour durch die Nebel
und Sternhaufen unternehmen.


Freitag, 14.12.2018, 19.00 Uhr:

Das glimmende Universum

-Vortrag von Prof. Dr. Philipp Richter, Universität Potsdam-

Mit dem MUSE-Spektrographen am Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) entdeckten Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler riesige kosmische Reservoirs von atomarem Wasserstoff, die ferne Galaxien umgeben. Licht bewegt sich sehr, sehr schnell,
aber mit der endlichen Geschwindigkeit von 300.000 Km/sec. Licht, das von extrem weit entfernten Galaxien auf die Erde trifft, stammt also aus
der fernen Vergangenheit, als das Universum noch viele Milliarden Jahre jünger war. Das internationale Forscherteam berichtete darüber in der
Fachzeitschrift "Nature".


Freitag, 21.12.2018, 19.00 Uhr:

Weihnachten für Sternenfreunde

-Treffpunkt ist das Restaurant La Lumaca, Heerstraße 438 in Spandau-

Bei einem gemütlichen Zusammensein können wir die Aktivitäten und Erfolge des letzten Jahres Revue passieren lassen. Zur Teilnahme an
unserem traditionellen Weihnachtsjulklap bringen alle, die an der Verlosung teilnehmen möchten, ein kleines, nett verpacktes Geschenk mit
"astronomischem Bezug" im Wert von etwa 10 Euro mit.


Freitag, 04.01.2019, 19.00 Uhr:

Beobachtungsabend in der Sternwarte auf dem Hahneberg

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der Abend- und Nachthimmel zeigt jetzt die schönen Winter- Sternbilder Stier und den Himmelsjäger Orion. Am Abendhimmel finden sich
zahllose Gasnebel und Sternhaufen, die zu einem "Spazierensehen" einladen. Mit der automatischen Steuerung des 610 mm Cassegrain
Teleskops der Sternwarte können wir schnell von Objekt zu Objekt springen und eine Tour durch die Nebel, z. B. der Californianebel
NGC1499, und Sternhaufen, z. B. das Siebengestirn, die Plejaden, unternehmen. Auch der Planet Mars steht noch über dem Horizont. Bitte
warme Kleidung und eine Taschenlampe nicht vergessen. Viel Spaß beim gucken!


Freitag, 11.01.2019, 19.00 Uhr:

-Exkursion mit Teleskopen-

Treffen findet - N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l - statt

Ziel: Selbelang (nächste Ortschaft nach Ribbeck) ca. 35 Km westlich Berlins. Abfahrt ist um 19.00 Uhr vom Parkplatz gegenüber der
Sternwarte. Die Teilnehmer bilden Fahrgemeinschaften. Bitte eigene Beobachtungsgeräte mitbringen. Fahrtbeschreibung für Nachzügler:
Siehe Nachrichten. Viel Spaß beim gucken! Alle Sternfreunde mit / ohne eigenem Fernrohr sind herzlich willkommen!


Freitag, 18.01.2019, 19.00 Uhr:

Erste Ergebnisse aus dem Datarelease 2 der GAIA- Mission

Infolge einer Verkettung unglüklicher Umstände kam der Vortrag leider nicht zustande. Er wird am 03.05.2019 nachgeholt.

-Vortrag von Dr. Harry Enke Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) -

Nach 22 Monaten Beobachtung erfolgte die mit Spannung erwartete zweite Datenveröffentlichung der GAIA- Astrometriemission. Es liegen
die Positionen und Helligkeiten von 1,69 Milliaden Sternen und die Parallaxen sowie Eigenbewegungen von 1,33 Milliardan Sternen unserer
Galaxis vor. Es gibt kaum einen Bereich in der Astronomie, der sich durch diesen neuen galaktischen Zensus nicht grundlegend verändern
wird. Das Leibniz- Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) hat mit Software- Modulen zur ersten Validierung und Hintergrundkorrektur der Daten
des Radialgeschrindigkeitsspektrometers beigetragen. Die Daten können von einem Server am AIP abgerufen werden. Zurück gehts mit den
Browserpfeiltaste. ←←←


Freitag, 25.01.2019, 19.00 Uhr:

Sonne im Visier: Maßgeschneiderte Lösung für kollaborative Erforschung

-Vortrag von Prof. Dr. Carsten Denker, Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP)-

Europas größtes Sonnenteleskop GREGOR nimmt seit 2014 von Teneriffa aus die Sonne ins Visier und hat in dieser Zeit große Mengen an sehr
komplexen, multidimensionalen Daten gesammelt. Damit diese nutzbar und zugänglich sind, entwickelten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
der Sonnenphysik und E-Science am Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) eine Kollaborative Forschungsumgebung (engl. Collaborative
Research Environment, CRE). Die Ergebnisse stellten sie in einer nun erschienenen Sonderausgabe der Astrophysical Journal Supplement Series
zum Thema Big Data in der Sonnen- und Sternphysik vor. Mit GREGOR verfolgen Astronominnen und Astronomen des AIP mit hoher räumlicher,
zeitlicher und spektraler Auflösung aktive dynamische Prozesse auf der Sonne. - Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € -


Nachrichten

Astronomie Börse Berlin

Am 17.11. 2018 findet in der Archenhold- Sternwarte in Berlin Treptow (Alt- Treptow 1) die alljährliche Astronomie- Börse (Astronomie Börse Berlin / ABB)
statt. Dort können Sternfreunde überzählige astronomische Geräte und/ oder Zubehörteile anbieten oder kaufen/verkaufen. Von unseren Mitgliedern ist
Klaus-Peter Janovics mit einem Verkaufstisch zur Teilname an der ABB angemeldet.


Astronomische Exkursionen:

Fahrtbeschreibung: Heerstraße (B5) stadtauswärts immer geradeaus fahren, hinter Nauen und Ribbeck in Selbelang links über den Parkplatz
und neu ausgebauten Feldweg ca. 5 Minuten lang fahren bis in Höhe des Waldrandes, dort links einbiegen. Hier die GPS-Koordinaten : N 52,62348° E 12,72154°
= N 52° 37` 24,53" E 12° 43` 17,54". Bitte Teleskope und -Ausrüstungen mitbringen.


Beobachtungen auf dem Hahneberg:

Wegbeschreibung zur Sternwarte: Von der Heerstraße/ Ecke Magistratsweg aus 10 Min. Fussweg entlang dem
Semmelländerweg, dann innerhalb der Grünfläche Hahneberg entlang der Rodelbahn zur Sternwarte hinaufgehen.
Taschenlampen helfen beim Aufstieg zum Gipfel des unbeleuchteten Hahneberges und zur Kuppel.


Programm und Organisation: Günter Mekas, Martin Wilhelm (V.I.S.d.P.)


Sterntagebuch 34 / Winter 2018 / 2019

Funkelnde Jahresendgeschenke

Wie immer in dieser Jahreszeit präsentieren sich dem Beobachter himmlischer Objekte eine Vielzahl von Sternhaufen, Galaxien, planetarischer Nebel
usw. in besonders günstiger Weise: Einerseits sind die Sommer- bzw. Herbststernbilder noch bis in die tiefe Nacht präsent- und wer die Kälte nicht
scheut, bekommt die Objekte der nachfolgenden Wintersternbilder vorgeführt. Gleichgültig mit welchem Fernrohr, es ist immer wieder ein unvergleichlicher
Zauber. Man denke nur an den Großen Orionnebel oder die Plejaden. Selbst ein Opernglas oder Feldstecher (am besten auf einem Stativ) garantieren den
Aha- Effekt. Eine alte Sternguckerweisheit: Jedes Fernrohr hat seinen Himmel.

Die großen Planeten Jupiter und Saturn verbergen sich bis Jahresende jenseits der Sonne. Allein Mars regiert, obzwar schon weniger hell, am Abendhimmel
noch weit bis in das neue Jahr hinein, bis er im Juni dann den Wettlauf mit der Sonne verliert.
Venus die letzten Wochen und Monate kaum aufzufinden, wechselt Ende Oktober an den Morgenhimmel und erstrahlt schon zum 1. Advent, am 2. Dezember
in maximalem Glanz.

Uranus von Günter

Uranus (kleines Bild), jetzt schon im Sternbild Widder und Neptun im Sternbild Wassermann können auch in
schon besagten kleinen Teleskopen in relativ sternarmen Himmelsgegenden aufgesucht werden. Aktuell sind 27
Monde und Möndchen des Uranus entdeckt. Übrigens gibt es Hinweise dafür, dass schon Hipparch 128 v. C.
diesen Planeten gesehen und beschrieben hat.

Himmelsdarstellung vom 14.12.2018

Zu einer bemerkenswerten (scheinbaren) Begegnung von Mars und Neptun kommt es am Abend des 7. Dezember, einem Freitag. Nur 0,07° kommen sich beide
Planeten nahe.
Eine Woche später, am 14.12., sind beide Himmelskörper schon wieder ein ganzes Stück entfernt und erhalten Besuch vom Mond kurz vorm 1. Viertel, mit dem
berühmten Lunar- X am Terminator.
Das nächste Jahr beginnt mit einer (partiellen) Sonnenfinsternis am 6. Januar; sichtbar in Ostsibirien und angrenzenden Gebieten einer totalen Mondfinsternis
am 21. Januar. Bei uns sichtbar in den frühen Morgenstunden bis Sonnenaufgang.

Berühmte Leute: Johann Georg Palitzsch, 295. Geburtstag, 230. Todestag.
Der gebürtige Sachse muss ein wahrer Tausendsassa gewesen sein. Nichts, was die unersättliche Neugier dieses Landwirtes erweckt hätte. So eben auch die
Astronomie. Durch Selbststudium eignete er sich das Wissen seiner Zeit an. Stellvertretend erwähnt sei die Wiederentdeckung des Halley'schen Kometen vor
genau 260 Jahren. Die NASA (!) gar führt Palitzsch als dessen Entdecker. Außerdem ist er (Mit) Entdecker der Atmosphäre der Venus bei deren Transit 1761.
Welch ein Segen: Die Einführung von Blitzableiter und der Kartoffel im Elbtal werden ihm zugeschrieben.


Foto: G. Mekas, Grafik und Text: K.-H. Bohn, unter Verwendung von Internet und CYBERSKY 3.3.1


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