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Veranstaltungen von Dezember 2016 bis Februar 2017

Nachrichten Sterntagebuch 30 - Herbst/Winter 2016/17

02.12. - 09.12. - 16.12. - 23.12. - 30.12. - 06.01. - 13.01. - 20.01. - 27.01. - 03.02. - 10.02. - 17.02. - 24.02.

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Freitag, 02. Dezember 2016, 19.00 Uhr:

Planeten um andere Sterne - Auf der Suche nach der zweiten Erde

-Vortrag von Prof . Dr. Günther Rüdiger, Leibnitz- Institut für Astrophysik Potsdam (AIP)-

Seit dem Geniestreich der Erstentdeckung eines Planeten um den Stern 51 Peg im Jahre 1995 ist eine Planetensuch-Industrie entstanden, die schon
tausende neue Planeten anderer Sterne gefunden hat, zuletzt sogar bei unserem Nachbarstern Proxima Centauri. Die alten Fragen, ob jeder Stern
Planeten besitzt, ob unser Planetensystem eine Ausnahme ist oder nicht und wo es bewohnbare Planeten wie die Erde gibt, werden bald beantwortet
sein. Der Referent berichtet von dieser rasanten Entwicklung in der Astronomie. - Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € -


Freitag, 09. Dezember 2016, 19.00 Uhr:

Karl Schwarzschild, Wegbereiter der Astrophysik

Vortrag von Prof. Dr. Matthias Steinmetz, Wissenschftlicher Vorstand des Leibnitz-Instituts für Astrophysik Potsdam(AIP)und Direktor

Am 11. Mai 1916 starb im Alter von nur 42 Jahren Karl Schwarzschild (1873-1916), einer der vielseitigsten und tiefgründigsten Wissenschaftler. Zu Recht
gilt er als ein Wegbereiter des damals noch jungen Felds der Astrophysik wenn nicht gar als erster echter Astrophysiker. Er leistete grundlegende Beiträge
zur Fotometrie, Sonnen- und Sternphysik, Stellarstatistik sowie zur geometrischen Optik. Er fand u.a. die erste Lösung der Gleichungen der allgemeinen
Relativitätstheorie Albert Einsteins. - Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € -


Freitag, 16. Dezember 2016, 19.00 Uhr:

Weihnachten für Sternenfreunde

-Treffpunkt ist das Restaurant La Lumaca, Heerstraße 438-

Bei einem gemütlichen Zusammensein können wir die Aktivitäten und Erfolge des letzten Jahres Revue passieren lassen. Zur Teilnahme an unserem
traditionellen Weihnachtsjulklap bringen alle, die an der Verlosung teilnehmen möchten, ein kleines, nett verpacktes Geschenk mit "astronomischem Bezug"
im Wert von etwa 10 Euro mit. - Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € -


Freitag, 23. Dezember 2016, 19.00 Uhr:

Beobachtungsabend in der Sternwarte auf dem Hahneberg

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der mondlose Abend- und Nachthimmel zeigt jetzt die schönen Sternbilder des Winterhimmels. Beobachtungsobjekte sind der Große Orionnebel,
Kugelsternhaufen und Planetarische Nebel. Mit dem 610 mm Cassegrain- Teleskop der Sternwarte können wir schnell von Objekt zu Objekt springen
und eine Tour durch die Nebel und Sternhaufen unternehmen. Viel Spaß beim gucken! - Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € -


Freitag, 30. Dezember 2016, 19.00 Uhr:

Beobachtungsabend in der Sternwarte auf dem Hahneberg

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der mondlose Abend- und Nachthimmel zeigt jetzt die schönen Sternbilder des Sommer- und Herbsthimmels, Galaxien, helle Kugelsternhaufen und
Planetarische Nebel. Mit dem 610 mm Cassegrain- Teleskop der Sternwarte können wir schnell von Objekt zu Objekt springen und eine Tour durch die
Nebel und Sternhaufen unternehmen. Viel Spaß beim gucken! - Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € -


Freitag, 06. Januar 2017, 19.00 Uhr:

Mondbeobachtungsabend in der Sternwarte auf dem Hahneberg

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der Mond zeigt heute die Phase einen Tag Nach dem Ersten Viertel. Die Kraterstrukturen zeigen sich am Terminator besonders kontrastreich, dort ist
gerade Sonnenaufgang und alles wirft lange Schatten. Weitere Beobachtungsobjekte sind die Planten Mars und Saturn. Im 610 mm Cassegrain-
Teleskop der Sternwarte ein malerischer Anblick. Viel Spaß beim gucken! - Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € -


Freitag, 13. Januar 2017, 19.00 Uhr:

Das langsame Verhungern eines Schwarzen Lochs

-Vortrag von Dr. Mirko Krumpe, Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP)

Ein internationales Team hat das Rätsel um das seltsame Verhalten eines supermassereichen Schwarzen Lochs gelöst. Die Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler nutzen dafür das Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO), das Hubble Weltraumteleskop der NASA sowie das NASA
Röntgenobservatorium Chandra. Mithilfe der gewonnenen Daten fanden sie heraus, dass die Leuchtkraft des Schwarzen Lochs abnahm, da es immer weniger
"Nahrung" in Form von Materie fand bzw. von ihm verschlungen wird. Viele Galaxien haben einen extrem hellen Kern, der durch ein supermassereiches
Schwarzes Loch befeuert wird. In einigen Galaxien verändert sich die Helligkeit des Schwarzen Lochs in nur wenigen Jahren - ein in der Astrophysik extrem
kurzer Zeitraum - dramatisch. - Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € -


Freitag, 20. Januar 2017, 19.00 Uhr:

Beobachtungsabend in der Sternwarte auf dem Hahneberg

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der mondlose Abend- und Nachthimmel zeigt jetzt die schönen Sternbilder des Herbst- und Winterhimmels. Das Teleskop zeigt helle Gasnebel,
Kugelsternhaufen und Planetarische Nebel. Mit dem 610 mm! Cassegrain- Teleskop der Sternwarte können wir schnell von Objekt zu Objekt
springen und eine Tour durch die Nebel und Sternhaufen unternehmen. - Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € -


Freitag, 27. Januar 2017,19:00 Uhr:

Sterne über Jaipur- Als Astronom unterwegs in Indien

-Vortrag von Prof. Dr. Dieter B. Herrmann- Berlin-

Astronomische Beobachtungen spielten im antiken Indien eine wichtige Rolle. Im Rig-Veda wird in über 10.000 Versen vom Leben auf dem indischen
Subkontinent, aber auch vom astronomischen Wissen der Inder in alter Zeit berichtet. Die Beobachtungen von Sonne, Mond und Sternen dienten vor
allem der Schaffung eines leistungsfähigen Kalendersystems, das durch vielerlei Merkwürdigkeiten geprägt war, die bei anderen alten Kulturvölkern
nicht vorkamen. Diese Kenntnisse verschmolzen mit der indischen Mythologie einer endlosen Folge von Zeitaltern. Zeugen dieser Entwicklung sind
die berühmten Sternwarten von Delhi, Varanasi und Jaipur, die der Maharadscha Jai Singh einst errichten ließ. Der Vortrag berichtet von einer Reise
durch Indien zu den alten Observatorien und verbindet sie mit den philosophisch-religiösen Vorstellungen, die noch heute das Leben vieler Inder
prägen. - Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € -


Freitag, 03. Februar 2017, 19.00 Uhr:

Mondbeobachtungsabend in der Sternwarte auf dem Hahneberg

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der Mond zeigt heute die Phase einen Tag vor dem Ersten Viertel. Die Kraterstrukturen zeigen sich am Terminator besonders kontrastreich, dort ist
gerade Sonnenaufgang und alles wirft lange Schatten. Weitere Beobachtungsobjekte sind die Planten Mars und Saturn. Im 610 mm Cassegrain-
Teleskop der Sternwarte ein malerischer Anblick. Viel Spaß beim gucken! - Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € -


Freitag, 10. Februar 2017, 19.00 Uhr:

Erste Ergebnisse der Gaia-Weltraummission

-Vortrag von Dr. Harry Enke, Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP)-

Die Gaia-Mission der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) veröffentlichte ihre ersten Ergebnisse am 14. September 2016. Diese erste
Datenveröffentlichung umfasst Daten zu den Positionen und Eigenbewegungen von rund zwei Millionen Sternen. Die neuen Messungen
ermöglichen, die Milchstraße in unbekannter Detailtiefe und Präzision zu erforschen und werden daher von der astronomischen Forschung
mit Spannung erwartet. Im Jahr 2000 war Gaia als eine der Hauptmissionen der ESA ausgewählt worden, nach 13 Jahren Entwicklung und
Konstruktion startete die Mission 2013 von Französisch-Guayana. Nach einer Reise von 1,5 Millionen Kilometern begannen die Messungen 2014.
- Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € -


Freitag, 17. Februar 2017, 19.00 Uhr:

Beobachtungsabend in der Sternwarte auf dem Hahneberg

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der Abend- und Nachthimmel zeigt jetzt die schönen Sternbilder des Herbst- und Winterhimmels, Gasnebel, Galaxien, helle Sternhaufen und
Planetarische Nebel. Mit dem 610 mm Cassegrain- Teleskop der Sternwarte können wir von Objekt zu Objekt springen und eine Tour durch
die Nebel und Sternhaufen unternehmen. Viel Spaß beim Gucken! - Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € -


Freitag, 24. Februar 2017, 19.00 Uhr:

Beobachtungsabend in der Sternwarte auf dem Hahneberg

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Der Abend- und Nachthimmel zeigt jetzt die schönen Sternbilder des Herbst- und Winterhimmels, Gasnebel, Galaxien, helle Sternhaufen und
Planetarische Nebel. Mit dem 610 mm Cassegrain- Teleskop der Sternwarte können wir von Objekt zu Objekt springen und eine Tour durch
die Nebel und Sternhaufen unternehmen. Viel Spaß beim Gucken! - Eintritt: 4 € , ermäßigt 2 € -


Nachrichten

Astronomische Exkursionen:

Fahrtbeschreibung: Heerstraße (B5) stadtauswärts immer geradeaus fahren, hinter Nauen und Ribbeck in Selbelang links über den
Parkplatz und neu ausgebauten Feldweg ca. 5 Minuten lang fahren bis in Höhe des Waldrandes, dort links einbiegen. Bitte Teleskope
und -Ausrüstungen mitbringen.


Programm und Organisation, Nachrichten: Günter Mekas, Leiter der BHB-Sternwarte Berlin (V.I.S.d.P.)


Sterntagebuch 30 - Herbst/Winter 2016/17

Göttin der Schönheit unter Verdacht

Venus als Schönheit


Wieder einmal begleitet uns die Venus in den nächsten Monaten in der Abendröte
ins neue Jahr. Nicht nur Gegenstand der Forschung war und ist sie seit
Menschengedenken. Zahllose Künstler ließen sich von ihrem Glanz betören.
Als Beispiel der nebenstehende Ausschnitt aus "Die Geburt der Venus" von Botticelli
(1445-1510), dessen Werke vor einem Jahr in Berlin bewundert werden konnten.
Der Inbegriff überirdischer Schönheit ist Teil eines universellen Bildgedächtnisses
geworden. Doch auch Misstrauen erregt eine so tief am Himmel stehende Lichtquelle.
Der Unbedarfte könnte das gleißende Licht gut für eine Straßenlaterne halten.
Namentlich Ufologen lassen sich sowieso gern zu Spekulationen aller Art hinreißen.
Der ehemalige US- Präsident Jimmy Carter gar soll das verdächtige Objekt einst der
Polizei gemeldet haben, als er noch Gouverneur von Georgia war. Ungeachtet solcher
Betrachtungen durchwandert der Planet bis Ende März die Sternbilder Steinbock,
Wassermann und Fische. Mit dem weniger hellen Merkur ziert sie zum Frühlingsanfang
2017 den Abendhimmel. Doch schon wenige Tage später erreicht sie die untere
Konjunktion, um ohne Verzögerung als Morgenstern zu erscheinen.

Die anderen hellen Planeten machen sich in den nächsten Monaten recht rar: Mars ist am Silvestertag schon vor 22 Uhr
untergegangen, Saturn steht in Konjunktion. Nur Jupiter beherrscht mehr und mehr den Morgenhimmel. So sind es die
zahlreichen Objekte in den typischen Wintersternbildern, die den Liebhaberastronomen in klirrend kalten Winternächten
herausfordern. Entsprechend warme Kleidung von Kopf bis Fuß sowie heißer Tee und warme Gedanken sind angesagt.

Himmelsanblick am 7.10.2016,21:00 Uhr

Die nebenstehende Karte zeigt den
Himmelsanblick gen Süd- Südwest
am Neujahrstag kurz nach
Sonnenuntergang Bemerkenswert
ist die nahe Passage von Mars und
Neptun. Früh morgens acht Uhr noch
hatte die beiden Planeten nur eine
Bogenminute getrennt.

Berliner Astronomen

Johann Carion kam 1522 nach Berlin an den Hof des Kurfürsten Joachim I. Als studierter Hofmathematikus, Astronom und Astrologe
kann er als eine der Vorbereiter des legendären Berliner Kalenderwesens betrachtet werden. Er war mit Luther und Melanchthon
befreundet. Am 2. Februar 1537 verstarb er mit 38: "…er hat nemlich mitten in einem Saufgelach… leider seinen Geist aufgegeben."


Zusammengestellt: K.-H. Bohn, Berlin, unter Verwendung von INTERNET und CYBERSKY 3.3.1


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