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Veranstaltungen von Juni und Juli 2016

Nachrichten - Sterntagebuch 28, Sommer 2016

- 03.06. - 10.06. - 17.06. - 24.06. - 01.07. - 08.07. - 15.07. - 22.07.

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Freitag, 03. Juni 2016, 19.00 Uhr:

4MOST und die Entstehungsgeschichte der Milchstrasse

-Vortrag von Dr. Oliver Schnurr, Leibnitz- Institut für Astrophysik Potsdam (AIP)-

Im extrem aktiven Forschungsgebiet der Galaxienentstehung und -entwicklung nimmt die Milchstrasse naturgemäß eine sehr wichtige Rolle
ein, da sie eine der wenigen Galaxien ist, in der wir mit heutigen Methoden einzelne Sterne auflösen und hochgenau vermessen können.
Zu diesem Zwecke wurde von der ESA der Astrometriesatellit Gaia gestartet, der seit knapp zwei Jahren die Position und Geschwindigkeit
von insgesamt 1 Milliarde Sterne vermisst. Unter Federführung des AIP entwickelt seit 2010 ein grosses, internationales Konsortium das
"4-metre Multi-Object Spectroscopic Telescope" (4MOST), einen massiv-gemultiplexten, fasergekoppelten Spektrographen zur gleichzeitigen
Beobachtung von ca. 2.400 Sternen. Dieses neuartige Instrument wird 2021 an das VISTA-Teleskop der ESO auf dem Cerro Paranal (Chile)
verbracht werden und dort eine 15-jährige Beobachtungskampagne durchführen. In meinem Vortrag werde ich das Konzept von 4MOST
vorstellen und die damit geplante Wissenschaft erläutern.


Freitag, 10. Juni 2016, 18.00 Uhr:

Die Sonne im roten Licht des Wasserstoffs

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Heute beobachten wir mit einem 102 mm H- Alpha Teleskop. Mit diesem Gerät lassen sich auf der Sonne viele phantastische Details erkennen
wie die Wasserstoff- Protuberanzen, Flares und Filamente, die in ihrer Gestalt täglich wechseln. Sonnenuntergang ist heute erst um 21:20 Uhr
MESZ. Besonders für Kinder geeignet.


Freitag, 17. Juni 2016, 18.00 Uhr:

Die Sonne im roten Licht des Wasserstoffs

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Heute beobachten wir mit einem 102 mm H- Alpha Teleskop. Mit diesem Gerät lassen sich auf der Sonne viele phantastische Details erkennen
wie die Wasserstoff- Protuberanzen, Flares und Filamente, die in ihrer Gestalt täglich wechseln. Sonnenuntergang ist heute erst um 21:33 Uhr
MESZ. Besonders für Kinder geeignet.


Freitag, 24. Juni 2016, 18.00 Uhr:

Die Sonne im roten Licht des Wasserstoffs

-Treffpunkt: Sternwarte auf dem Hahneberg-- N u r - b e i - k l a r e m - H i m m e l --

Heute beobachten wir mit einem 102 mm H- Alpha Teleskop. Mit diesem Gerät lassen sich auf der Sonne viele phantastische Details erkennen
wie die Wasserstoff- Protuberanzen, Flares und Filamente, die in ihrer Gestalt täglich wechseln. Sonnenuntergang ist heute erst um 21:32 Uhr
MESZ. Besonders für Kinder geeignet. Eine Sinnvolle Nachtbeobachtung in der Sternwarte ist erst wieder im September möglich.


Freitag, 01. Juli 2016, 19.00 Uhr:

Die BepiColombo Raumfahrtmission zum Merkur

Vortrag von Fabian Lüdecke, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt-

Die unbemannte wissenschaftliche Mission BepiColombo hat unseren innersten Planeten Merkur zum Ziel. Die im Wesentlichen aus zwei Orbitern
und einen Antriebsmodul bestehende Mission, soll 2018 starten und nach 7 Jahren in Ihren Endorbit um den Merkur einschwenken. Die beiden
Orbiter, der MPO (Mercury Planetary Orbiter) und der MMO (Mercury Magnetospheric Orbiter) werden die Plattform für insgesamt 16 wissenschaftliche
Experimente zur Verfügung stellen und den Merkur für mindestens 2 Jahre auf elliptischen Bahnen umkreisen. Die Mission dient dazu, bisher ungeklärte
Fragen über den Merkur zu beantworten (innerer Aufbau, Magnetfeld u. a.) und Rückschlüsse auf die Entwicklung des Planeten und die Entstehung
unseres Sonnensystems zu ziehen. Das DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) ist u. a. mit zwei wissenschaftlichen Instrumenten, BELA und
MERTIS, an der Mission beteiligt.


Freitag, 08. Juli 2016, 19.00 Uhr:

Erster Film von Sternflecken außerhalb des Sonnensystems

-Vortrag von Dr. Andreas Künstler, Leibnitz- Institut für Astrophysik Potsdam (AIP)-

Im Jahr 2015 haben Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam (AIP) einen Film erstellt, der erstmalig zeigt, wie sich Sternflecken
auf einem anderen Stern als unserer Sonne entwickeln. Hochaufgelöste spektroskopische Langzeitbeobachtungen der robotischen STELLA
Teleskope auf Teneriffa zeigen das Wachsen und Verschwinden riesiger Sternflecken auf dem Roten Riesenstern XX Tri über einen Zeitraum von
sechs Jahren. Die Variabilität der Flecken weist auf einen Magnetzyklus des Sterns hin, der mit dem der Sonne vergleichbar ist, jedoch deutlich
stärker ausfällt.


Freitag, 15. Juli 2016, 19.00 Uhr:

PEPSI - Spektroskopische Spurensuche im All

-Vortrag von Dr. Michael Weber, Leibnitz- Institut für Astrophysik Potsdam (AIP)

PEPSI ist ein höchstauflösendes Spektrometer und Polarimeter am Large Binocular Telescope (LBT) in Arizona. Das LBT ist das größte optische
Teleskop, und besteht aus 2x 8.4m Spiegeln auf einer gemeinsamen Montierung. Lichtfasern leiten das Licht vom Teleskop in den Keller, wo sich
der Spektrograph in einer Druck & Temperatur-stabilisierten Kammer befindet. Der Spektrograph zerlegt das Licht in seine Wellenlängenbestandteile
und zeichet es auf großen (100Mpixel) Detektoren auf. Die Kombination aus großem Teleskop und großer spektraler Auflösung ermöglicht das
Erforschen neuer Phänomene, wie die Suche nach Biosignaturen auf fremden Planeten oder den Test ob physikalische Konstanten wirklich konstant sind.


Freitag, 22. Juli 2016, 19.00 Uhr:

Sommerferien

In den Berliner Sommerferien (21.7. bis 02.09.2016) finden in der Sternwarte keine Veranstaltungen statt.


Nachrichten

Beobachtungen auf dem Hahneberg:

Wegbeschreibung zur Sternwarte: Von der Heerstraße/ Ecke Magistratsweg aus 10 Min. Fussweg entlang dem
Semmelländerweg, dann innerhalb der Grünfläche Hahneberg entlang der Rodelbahn zur Sternwarte hinaufgehen.
Taschenlampen helfen beim Aufstieg zum Gipfel des unbeleuchteten Hahneberges und zur Kuppel.


Die Lange Nacht der Astronomie 2016

Die Lange Nacht der Astronomie 2016 findet am Samstag dem 13. August 2016, wahrscheinlich wieder auf dem Tempelhofer Feld statt.

Vormerkung: Herzberger Teleskoptreffen (17. HTT) im September 2016

Das 17. HTT findet diesmal vom 29.09. bis 02.10.2016 (ev. bis 03.10.) statt. Veranstaltungsort bei Herzberg-ca. 80 KM südlich Berlins-
ist das Sportlerheim in Jeßnigk. Viele interessierte Sternfreunde unseres Vereins werden wieder am HTT mit Wohnwagen oder
Zelt und Teleskop teilnehmen. Mitfahrgelegenheiten zum HTT nutzen!


Programm und Organisation, Nachrichten: Günter Mekas, Leiter der BHB-Sternwarte Berlin (V.I.S.d.P.)


Sterntagebuch 28, Sommer 2016

Mars - Antares - Saturn

Die beigefügte Karte zeigt die für diesen Sommer auffälligste Konstellation zweier heller Planeten vor dem Sternbild Skorpion.
Saturn steht am 03.Juni, Mars am 22. Mai in Opposition.

Himmelskarte von Saturn, Antares und Mars

Am 24. August stehen die beiden Planeten mit dem Stern Antares in einer Linie. Nach Sonnenuntergang kann man die Kette tief im Südwesten
stehend aufsuchen. Ein Feldstecher oder kleines Teleskop wird hierbei hilfreich sein.
Von guten Beobachtungsbedingungen der Planeten der Saison kann wegen geringer Höhen am Firmament leider keine Rede sein. Bis Ende
Juli haben wir aber immerhin noch die Möglichkeit Jupiter zu observieren. Wer am 27. August die Annäherung von Jupiter und Venus (auf 0,2°)
sehen möchte, benötigt sicherlich auch mindestens einen Feldstecher. Venus baut ihre Abendsichtbarkeit in den darauf folgenden Wochen sehr
zögerlich aus. Bis zum Jahresende erscheint sie dann wieder als Abendstern. Aber auch dieser Planet wird einen unauffälligen Auftritt haben.
Südlich der Ekliptik zieht er vor den Sternbildern Skorpion, Schütze und Steinbock vorüber.
Hingewiesen sei noch auf die Perseiden, die "Tränen des Laurentius", die ihr Maximum am 12. August zwischen 10:00 MESZ und 24:00
erreichen. Der zunehmende Mond (1 Tag nach 1. Viertel) befindet sich südlich der Ekliptik. Dadurch wird er sich kaum störend auswirken, sofern
klares Wetter die Beobachtung ermöglicht.

ISS feiert Jubiläum

Die internationale Raumstation vollführte am 16. Mai ihre 100.000ste Erdumrundung. Seit ihrem Einsatz 1998 waren mehr als 220 Astronauten
an Bord. Täglich umrundet das Weltraumlabor 16-mal unseren Planeten in einer Höhe von ca. 360 km. Und das Beste kommt zum Schluss, nämlich
die Kosten: 100 Milliarden Euro.


Zusammengestellt: K.-H. Bohn, BHB- Sternwarte Berlin, Mai 2015, unter Verwendung von CYBERSKY 3.3.1 und Internet


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